Glücksformeln – Algebra of Happiness

Kann man so etwas komplexes wie Glücklichsein tatsächlich in eine mathematisch ausdrückbare Form bringen? Na klar. Mathematik erweist sich als nichts anderes als eine weitere Sprache, zugegeben: für die meisten bleibt es eine Fremdsprache. Doch es könnte sich lohnen, sich mit just diesen Formeln zu befassen, denn sie machen glücklich…

Vor einiger Zeit habe ich Ihnen schon die Formel für Glück vorgestellt, bei durch die der Chief Business Officer von Google X, Mo Gawdat versucht hat, sich mit der Sprache der Mathematik dem erfüllten Leben (Glück?) zu nähern. Dies wurde zu einem meiner liebsten Bücher über diesen Bereich, doch nun freue ich mich, weitere Einsichten mit Ihnen zu teilen, die mir durch Scott Galloway, seines Zeichens Wirtschaftsprofessor ins Bewusstsein gebracht wurden.

Prof. Scott Galloway landete mit seinem Video zur Algebra of Happiness einen viralen Hit, insofern lag wohl die Idee nahe, diese geäußerten Theorien weiter auszuführen und „Algebra of Happiness – Formeln für Erfolg, Liebe und Lebenssinn“ erweist sich als sehr spannendes Ergebnis:

Kindheit und Jugend

Beginnen wir links oben. In der Kurve sehen Sie, dass wir in Kindheit und der Jugend eindeutig tendenziell glücklicher zu sein scheinen und dies dann aber abzunehmen droht, sobald wir älter werden. Erst mit dem Überschreiten des 60ers werden wir wieder „glücklicher“ (gemessen wurde die Lebenszufriedenheit). Dies korreliert jedenfalls mit dem Arbeitsleben, daher könnte es sinnvoll sein, sich gerade dabei etwas zu finden, was einem Kraft und Lebensfreude beschert und eben nicht abzieht.

Arbeiten bis zum Umfallen?

In der Grafik gehen wir weiter nach rechts oben und sehen dass gerade zwischen 20-40 sehr viel Zeit und Energie investiert wird in den Aufbau einer Karriere, einem erfolgreichen Arbeitsleben. Der Schweiß muss investiert werden und eben nicht nur zuschauen, wie andere Schweiß vergießen, daher die Formel Smiley/ESPN (Der Sportsender).

Eine glückliche Beziehung – Die wichtigste Entscheidung?

Wer uns begleitet, die Menschen um uns herum und dabei insbesondere DER besondere Mensch (Partnerin) sollte mit Bedacht gewählt werden…
Wenn wir es schaffen würden die Leidenschaft (Herzsymbol) und die gemeinsamen Werte (W) mit einer gewissen Menge an finanziellem (€) zu kombinieren, haben wir den Lottogewinn gezogen (P²)

Macht Geld glücklich?

Die Grafik in der Mitte zeigt den Zusammenhang zwischen dem Glücksempfinden der Menschen und der Menge an finanziellen Ressourcen. Darin können wir sehen, dass uns Geld schon zum Glück verhelfen kann, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Wenn alle Notwendigkeiten erfüllt sind, wir uns den für uns wichtigen Lebensstil leisten können, trägt ein Mehr an Geld wenig zu einer weiteren Erhöhung des subjektiv empfundenen Glücksempfindens mehr bei.

Wir dürfen uns dann eher andere Wege zum Glück finden in bspw.

  • in der Natur zu sein
  • Sport zu treiben
  • Theater-, Konzert- oder Kinobesuche uvm.
  • Singen
  • Musikinstrumente erlernen
  • Sprachen lernen (gehirn-gerecht natürlich 😉 ) oder
  • andere Länder bereisen können Wege sein, zu einer dramatischen Erhöhung des Glücks beitragen.

Die Menge des Einkommens erhöhen

Dazu gibt Galloway den Hinweis, dass sich fortwährendes Investment auszahlt, und dabei vor allem der frühest mögliche Beginn (siehe Grafik mit der steigenden Kurve auf der rechten Seite). Zudem scheint es für das Einkommen entscheidend zu sein, am richtigen Ort zu wohnen und die richtige Ausbildung mitzubringen (dies könnte natürlich auch eher eine Korrelation sein, also nicht ursächlich für finanziellen Erfolg, eher ein Henne/Ei Problem…)

Kraftvoll sein

Um wirklich kraftvoll zu wirken, erzählt Galloway, hatte er in seinen jungen Jahren eher auf seinen Körper gesetzt und darauf, anderen zu imponieren inklusive vieler Beziehungen mit Frauen. Durch das Alter fokussiert er nunmehr auf andere Werte.
Die eigene Bedeutung ist zwar immer noch wichtig (B), wird aber durch gute Beziehungen ergänzt (B*) und vor allen Dingen auch noch das Vater Dasein gibt ihm das Gefühl von Kraft (V).

Alkohol, Drogen… oder Familie

Ein Zuviel an Stoff gebundenen Süchten zeigt sich als eindeutig dem Lebensglück abträglich. Also besser auf zuviel Alkohol und andere Drogen verzichten. Das zeigt das Symbol des Whiskeyglases.

Die Energie und das Geld sollte man lieber in ein gesundes Familienleben investieren, denn dies erhöht über die Zeit eindeutig das Glücksempfinden.

Materielles oder Erlebnisse?

Auch hierbei zeigt es sich, dass der Kauf eines luxuriösen Autos zwar kurzfristig einen Boost an Glückshormonen auslösen kann, über die lange Sicht aber lohnt sich vielmehr der Kauf des günstigeren Wagens und die Reise (mitsamt der Familie) zum Nationalpark, um dort die Löwen zu sehen.

Der beste Weg zum Erfolg

Widerstandskraft (W) aufbauen durch viele Fehler machen (F), das scheint der Weg zum Erfolg(E) zu sein. Hinfallen ja, dann aber Krone richten und weiter gehen. Denn wie schon der alte Spruch lautet

Wer nicht wagt, der nie gewinnt

Nichts ist so großartig oder dramatisch

Meist sind die großen Ausschläge nach oben oder auch nach unten nur in der ersten Empfindung sehr emotional.

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wurde

Fazit zur Algebra des Glücks

Scott Galloways Versuch mit Algebra of Happiness – Formeln für Erfolg, Liebe und Lebenssinn„, ein glückliches Leben in Glücksformeln zu verpacken, gelingt ihm meines Erachtens ganz gut, da es jeweils gängige und bekannte Ideen aufgreift und diese in die Sprache der Mathematik zu übersetzen versucht.

Diese in eine neue Sprache der Mathematik (Algebra) gepackte Selbsthilfe eröffnet einem vielleicht nicht unbedingt neue Welten, doch bestärkt sie die schon bekannten Erkenntnisse und bereichert in jedem Fall die Tiefe, mit der man sich mit so einem (im Wortsinne) lebenswichtigen Thema befasst.

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