Gesundes Fett – Doc Fleck Methode

Dr. med Anne Fleck ist sehr bekannt geworden durch ihre TV-Sendungen wie bspw. die Ernährungs-Docs, in der sie jeweils vermeintlich schwierige Fälle an Krankheiten und Beschwerden mit Ernährungsmedizin und Bewegung heilen hilft. Nach einigen Büchern als Co-Autorin hat sie nun ihre Doc Fleck Methode niedergeschrieben und dabei insbesondere den Mythos um das Fett (Ran an das Fett – Heilen mit dem Gesundmacher Fett) aufgeklärt.

Die Doc Fleck Methode

Empfehlenswert ist, zwei bis drei Mahlzeiten über den Tag zu essen und dazwischen auf einige Stunden Pause zu achten, in denen nichts gegessen wird. Für Hauptmahlzeiten gilt:
Die Hälfte des Tellers besteht gerne aus Gemüse. Dazu kommt zum Beispiel noch eine handtellergroße Portion Eiweiß. Ob das jetzt Eier, Pilze oder Fisch sind, bleibt jedem selbst überlassen.

Es spricht ernährungs-medizinisch auch nichts dagegen, einmal in der Woche genussvoll etwas Fleisch zu essen. Es sollte aber aus guter Haltung stammen und von einem Produzenten, dem man vertraut.

Perfekte Begleiter für das Mittagessen sind zum Beispiel Rohkost und Salate. Abends sollte jedoch auf diese schwer verdaulichen Lebensmittel verzichtet werden, damit der Darm in der Nacht keine Schwerstarbeit leisten muss. Dieser Rat kann auch bei Schlafproblemen mit unklarer Ursache helfen.

Auf industriell hergestellte Nahrungsmittel sollte man komplett verzichten. Ebenfalls vom Speiseplan gestrichen sind Weißmehle und Zucker.

Heilen mit dem Gesundmacher Fett

Die moderne Wissenschaft hat mittlerweile Fett „freigesprochen“, Fett ist vor allem ein essenzieller Geschmacksträger und Energielieferant.
Wir brauchen Fette zur Aufnahme der fettlöslichen A, D, E, K-Vitamine und wir wissen, dass das Fettarm-Dogma auf einer falschen Hypothese aufgebaut wurde, die wissenschaftlich niemals bewiesen war.

Fett ist auch integraler Bestandteil unserer Zellmembranen. Wer die Zelle als kleinste Einheit des Körpers stärken will, braucht demzufolge hochwertiges Fett und Eiweiß.

Gesunde und schädliche Fette

Alle Fette, die einfach ungesättigt, ungesättigt oder gesättigt sind, sind freigesprochen. Allen voran Nüsse, Samen, Kerne.
Sogar die Transfette aus der Kuh, wie sie in der Butter sind. Sie erhöhen zwar das Cholesterin, allerdings den guten und herzschützenden Anteil und dadurch auch das Gesamtcholesterin.

Ungesund sind Transfette aus industrieller Herstellung: sind Sie stecken zum Beispiel in Chips, industriellen Backwaren und Billigmargarine.
Oder eben, wenn man in der Bratpfanne durch unbedachtes Braten
mit fälschlicherweise zu hoch erhitzten Ölen selber Transfette produziert – das ist ein häufiger, unbewusster Fehler, der viel Krankheit erzeugt.

Antientzündliche Ernährung

Wir wissen, dass die sogenannte „stumme Entzündung“ verantwortlich
ist, zum Beispiel für

  • Insulinresistenz
  • Übergewicht
  • Arterienverkalkung
  • koronare Herzerkrankung
  • oder sogar Krebs

Dieser stummen Entzündung kann man vorbeugen oder sie abwenden durch eine antientzündliche Ernährung:
gemüsebetont,

  • mediterran
  • mit Zwiebeln und Knoblauch
  • hochwertigem Eiweiß aus verschiedenen Quellen (fetter Fisch, Eier, Pilze)
  • Fleisch in Maßen
  • hochwertige Fette

Omega 3 – nicht nur fürs Gehirn

Zur Entzündungshemmung braucht der Körper vor allem Omega3-reiche Öle. Die sind zum Beispiel in

  • fettem Fisch: Lachs, Makrele, Thunfisch und Hering
  • in Leinsamen, Chiasamen, Hanfsamen und Walnüssen
  • auch in hochwertig hergestellten Omega-3-reichen Pfanzenölen wie Leinöl, Weizenkeimöl

Man erkennt solche hochwertigen Öle daran, dass sie nicht nur Bio und kaltgepresst hergestellt werden, sondern auf der Packung Omega-geschützt, zum Beispiel Omega-safe steht, das heißt sie werden also unter Ausschluss von Licht, Hitze und Sauerstoff hergestellt. Denn Omega-3-reiche Fette sind sehr mimosenhaft und empfindlich.

Oxidierte Fette => Entzündung!

Oxidierte Fette wiederum können Entzündungen fördern. Mit solchen sorgsam hergestellten Ölen kann man tatsächlich einen Quantensprung erreichen. Bestimmte Öle wie Oliven- und Rapsöl sollte man übrigens nie zu heiß erhitzen.

Kokosöl, Butter, Schmalz

Zum scharfen Anbraten empfiehlt Doc Fleck Butterschmalz, Kokosfett und Ghee oder auch Erdnuss- oder Sesamöl. Ein gesundes, wohlschmeckendes Olivenöl extra vergine kann man zum Beispiel nach dem Braten oder Zubereiten im Backofen über Gemüse oder Fisch geben

Quellen